Terror darf nicht unsere Gesellschaft zerstören

Wie die diffuse Angst vor Anschlägen unser Miteinander bedroht

Das gerade in London zeigt wieder, dass es keine absolute Sicherheit geben kann. Nirgends sonst gibt's mehr Kameras. Nirgends sonst gibt's strengere Regeln.

Dennoch passiert es. Solange die Terroristen sicher sind, eine breitesmögliche Angst zu erzeugen, gewinnen sie. Verhindern wir das, indem wir normal weiter leben.

Lasst uns unseren Alltag nicht von der Terrorhysterie kaputt machen.
Lasst uns positiv leben. Nie war Europa sicherer als jetzt.
Lasst uns alle unsere Mitmenschen in Würde behandeln, vor allem diejenigen, die selbst vor Terror geflohen sind.
Lasst uns Religion als Privatsache sehen und niemanden für das eigene Bekenntnis in Gruppenhaftung nehmen. Religion tötet keine Menschen. Menschen töten Menschen. Die meisten Opfer des IS sind Muslime.
Bitte lasst uns von diesen Irren nicht unsere Gesellschaft kaputt machen.
Lasst uns nicht von der Angst treiben lassen. Dann hat der Terror gewonnen.

Die Hintergründe von London kennen wir noch nicht, aber die meisten Terroranschläge, soweit ich weiß, gingen bisher von Männern aus, deren Eltern oder Großeltern nach Europa kamen. Sie sind hier aufgewachsen und keine Flüchtlinge. Aber sie fühlten sich ausgegrenzt und suchten etwas, wo sie besonders sein konnten. Das gab ihnen der IS über YouTube.

Konservative wollen nun Flüchtlinge und YouTube verbieten, aber das funktioniert nicht. Wir müssen diese Menschen mitnehmen und ihnen zeigen, dass sie ein Teil der Gesellschaft sind. Auch Arbeitslose gehören zu uns, auch Muslime gehören zu uns. Religion ist Privatsache. Und Arbeit müssen wir eh völlig überdenken, da die Digitalisierung viele Jobs überflüssig macht.

Wir müssen den Menschen Hoffnung geben. Nicht nur in Europa. Dann gibt's die so genannten „Wirtschaftsflüchtlinge“ nicht und Arbeitslose fühlen sich nicht abgehängt. Ich finde ja nach wie vor, dass das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) die einzig wahre Antwort ist. Und ja, auch für Menschen, die zu uns kommen. Denn wenn wir uns trauen, dass zu machen, wird der Konkurrenzdruck der Staaten dazu führen, das es das bald weltweit gibt. Und das wäre schön.

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