Raucher oder Nichraucher?

Warum so eine banale Frage nicht so harmlos ist, wie sie scheint

Raucher oder Nichtraucher – eigentlich eine banale Frage, sollte man meinen. Ich finde das nicht!

Meinetwegen kann sich ein Mensch selbst so zugrunde richten, wie er oder sie will, aber das sollte nicht gefördert werden und auch nicht „Standard“ sein. Ich bin für die Freigabe aller Drogen nach portugiesischen Vorbild, aber wir sollten im Gegenzug Werbung für Drogen verbieten. Und damit meine ich ALLE Drogen (auch Kaffee).

Mir ist scheißegal, ob sich wer neben mir eine Linie zieht, literweise Alkohol in sich reinschüttet oder Extasy schluckt – ist sein/ihr Problem. Aber es hört auf, wenn mir jemand Zigarettenqualm ins Gesicht bläst oder mich mit einer Bong einnebelt. Bitte behaltet euren Kram für euch!

Und ja, ich konsumiere auch Drogen, aber versuche, damit niemanden zu belästigen.

Zurück zur Eingangssache: Würdet ihr gern gefragt werden, ob ihr Alkoholiker/in seid? Nein? Wieso findet ihr dann die Frage nach Raucher oder Nichtraucher legitim? Letztlich sind beides Drogenabhängige. Nur bei dem einen finden wir das okay, beim anderen nicht. Und wie ist das mit dem Kaffee am Morgen? Ist das nicht auch eine Sucht? Seid ehrlich zu euch selbst, gönnt gerne anderen den Kick wie euch selbst, aber behaltet das für euch und dreht es nicht anderen an.

Natürlich würde uns eine Freigabe auch bei der Jugendprävention helfen. Momentan macht sich jeder Streetworker strafbar, der Jugendlichen bei Drogenproblemen helfen will, anstatt sie gemäß Betäubungsmittelgesetz direkt anzuzeigen.

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