Warum ich nach 11 Jahren gerade bei Simyo gekündigt habe

Abzocke statt Service

So, habe gerade meinen Handy-Anschluss bei Simyo gekündigt. Keine Ahnung, ob es an der Übernahme durch Telefónica / O₂ liegt oder einfach die Inkompetanz da unabhängig davon zunimmt, aber mir reicht's jetzt.

Erster Vorfall:

Ich habe mein Konto gewechselt. Kommt ja vor. Wollte also im Service-Bereich meine neuen Daten hinterlegen. Formular sagt, die seien nicht gültig, da der BIC nicht stimmte (weiß zwar nicht, wozu man den für eine Inlandslastschrift braucht, da die sich aus der IBAN eindeutig ergibt, aber egal). Habe also den Service angeschreiben, dass da was wohl mit dem Formular nicht stimmte und meine neue Bankverbindung mitgeschickt. Danach passierte nichts. Und nun ratet mal, natürlich haben die wieder vom alten Konto abgebucht, was nicht ging, da da kein Geld mehr drauf ist. Mahnung mit Rücklastschriftgebühr bekommen. Hab also wieder auf deren Formular hingewiesen und die korrekte Verbindung angegeben. Textbausteine als Antwort bekommen. Inzwischen war das Formular auf der Webseite ganz verschwunden, sodass ich davon ausging, dass das korrigiert werden sollte. Hab dann den offenen Betrag (natürlich ohne die 4€ überwiesen), da die Forderung ja korrekt war. Wenig später dann eine 2. Mahnung, jetzt nur über die 4€. Nach weiteren Mailwechseln stellte sich Simyo dann auf den Standpunkt, dass keinerlei Probleme auf deren Seiten bestünden und ich das zahlen müsse. Da ich jetzt keinen Bock hatte, wegen 4€ im Inkasso-Verfahren zu laden, habe ich das also zähneknirschend getan.

Zweiter Vorfall:

Wir waren Anfang des Monats in Prag. Da die von der EU inzwischen gedeckelten Roaming-Gebühren von 0,23€/MB immer noch Wucher sind, war ich froh, dass Simyo ein 100MB-Paket für 5€ anbietet, das ich dann bereits am Dienstag, den 3. Mai gebucht habe, obwohl wir erst zwei Tage später am Himmelfahrtsdonnerstag die Grenze passiert haben. Laut App war auch alles in Ordnung. Ein Wochenende in Prag erlebt und nicht weiter darüber nachgedacht, bis plötzlich letzten Freitag, den 20. Mai – also SIEBZEHN (17!) Tage nach Bestellung – urplötzlich eine SMS kam, das mein EU-Paket nun aktiv sei. Direkt mal in die Abrechnung geschaut und tatsächlich, die haben mir jedes MB einzeln abgerechnet, sodass ich nun 25€ plus das für mich nun wertlose 5€-Paket bezahlen soll. Erneut den Kundendienst angeschreiben mit der Bitte, dass 17 Tage ja wohl auf einen Defekt hindeuten und ich um Korrektur der Monatsabrechnung bitte. Zurück kam – erneut per Textbaustein –, dass alles korrekt sei und ein Paket erst nach Aktivierungs-SMS benutzt werden dürfe.

Nun also nach 11 Jahren gekündigt, 30€ Abzocke sind zu viel.

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